Pferdemist schaufeln


 Liebe Grüße aus

Hidden Gold Homestead, Moffatdale, Queensland, Australien

Pferdemist schaufeln...

Am Montag morgen ging es mit einem kleinen Bus los. Drei Stunden fahrt durch eine wunderschöne Landschaft nach Nordwesten. Die Häuser wurden schnell weniger und bald sah man nur noch wenig Zivilisation. Um zehn Uhr wurden wir dann auf der Trainingsfarm empfangen und dann ging es nach einer kleinen Stärkung sofort los. Zuerst musste mit dem Trecker Wasser aus dem See gepumpt werden. Da nicht alle auf den Traktor passten fuhren wir mit einem kleinem Gefährt "Buggy" hin, den Buggy durfte ich dann auch direkt zurück zur Farm fahren. Dann mussten die Pferde versorgt werden, zuerst haben wir Heu geschaufelt und dann den Pferdemist. Den Abend haben wir bei dem schönen Wetter am See ausklingen lassen. Gebadet haben aber nur wenige von uns, weil die Schildkröten im See sehr bissig waren.

Raues Klima...

Am nächsten Morgen hat es geregnet. Arbeiten im Regen kennen die Australischen Farmer hier nicht, da konnten wir Deutschen und Holländer mal zeigen, dass wir nicht aus Zucker sind. Das können die kleinen Küken allerdings nicht von sich behaupten, für die kann so ein kühler Wind tödlich sein, also habe ich sie an einen warmen Ort gebracht. Da es weiter regnete fuhren wir dann in die nächste größere Stadt und haben uns die Versteigerung von Rindern angesehen. Hier in der Gegend ist es üblich tote Bäume am Straßenrand blau anzustreichen, oft sind sie auch mit den Buchstaben "RUOK" versehen. Bist du okay? Die Bäume fordern zur Selbstreflektion auf und auch dazu mal bei seinem Nachbarn nachzufragen ob alles in Ordnung ist. Mit so viel Land und so wenig Menschen um einen herum werden schwere Zeiten oft unerträglich.

Querfeldein mit dem Dirt Bike....

Der dritte Tag auf der Trainingsfarm war den Maschinen gewidmet. Wir haben gelernt Traktoren zu bedienen und sind mit dem Quad und Motorrad gefahren, das ganze natürlich auf freiem Feld, denn feste Straßen gibt es auf so einer Farm nicht. Am Nachmittag haben wir dann den Traktor bedienen dürfen um alte Zaunpfähle aus dem Boden zu ziehen. Zwei von uns konnten schon Motorrad fahren und brauchten leider nicht noch etwas mehr Zeit zum üben, deswegen sind wir mit einem Pferdeanhänger voll Metall aus der Scheune zum Schrottplatz gefahren. 




Den ganzen Tag auf dem Pferd...

Am nächsten Tag ging es dann auf die Pferde. Als erstes mussten sie eingefangen werden. Mein Pferd hieß Squirt und er ist schon beim Putzen und Satteln eingeschlafen. Auch als es dann ans Reiten ging wollte er nur im Schnecken-Tempo oder "turtle speed" gehen. Er hat sich nur dann bewegt wenn sich die anderen Pferde auch bewegt haben. Ansonsten hat das Reiten gut geklappt. Wir sind sogar eine große runde bis zum See geritten. Das kleine Pony, das auf der Farm frei herum laufen darf ist uns hinterher gekommen uns später kamen auch noch zwei der drei Hunde hinzu. Am letzten Tag passiert nicht mehr viel Farmarbeit. Alle sind damit beschäftigt uns in unsere zukünftigen Jobs zu vermitteln. Bis es so weit ist geht es für das Wochenende aber wieder zurück in die große Stadt. Meine nächste Station ist das YHA Hostel in Brisbane.




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